News & Announcements


Data Scientist wanted!

posted Dec 16, 2019, 2:24 AM by Stefan Ehrlich   [ updated Dec 16, 2019, 2:24 AM ]

Student Job

We are currently looking for a python-programmer to strengthen our IT team in the department of Psychosocial Medicine and Developmental Neuroscience in the University Hospital Carl Gustav Carus.

We conduct clinical research based on magnetic resonance images (functional and structural), genetic data, blood samples and behavioral data. Joining our team will give you the opportunity to put your knowledge into practice and get a first idea of what the challenges of a job in Data Science are. You will work in a fun, friendly and interdisciplinary team where everyone is eager to help and share their knowledge.

Requirements:

  •      You study Informatics, Physics, Mathematics (or similar)
  •      You have experience in object-oriented programming, particularly in Python, and are familiar 
         with 
    Unix shell-scripting
  •      You can work independently but also enjoy to collaborate with teammates
  •      You are interested in clinical research and thrilled to know how a person with a technical
         background can contribute

Weekly working time: 10 hours

Starting time: as soon as possible

If you have any questions, please contact us telephonically: (03 51) 458 4518/7071.
If we have awaken your interest, please send your application (cover letter, CV with marks, if possible recommendation letters) per email to:

Dr. Fabio Bernardoni

Fabio.Bernardoni@uniklinikum-dresden.de

Aktuelle Pressemitteilung: Uniklinikum unterstützt Wohngruppe für junge Patienten mit Essstörungen

posted Dec 16, 2019, 1:27 AM by Stefan Ehrlich   [ updated Dec 16, 2019, 1:30 AM ]

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden setzt sich für eine übergreifende leitlinienbasierte Behandlung von Patienten mit Essstörungen ein. Dafür arbeitet das Klinikum über sein „Netzwerk Essstörungen Sachsen“ mit verschiedenen Einrichtungen in Sachsen zusammen. Die Mediziner und Wissenschaftler begleiten dabei die Arbeit in zwei Wohngruppen, in denen junge Patientinnen und Patienten nach der ambulanten oder stationären Therapie auf den Alltag vorbereitet werden.

„Essstörungen und speziell die Anorexie sind schwere psychische Erkrankungen mit einer hohen Rückfall- und Chronifizierungsrate“, sagt Prof. Stefan Ehrlich, Leiter des Zentrums für Essstörungen der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie und Leiter des eigenständigen Bereichs für Psychosoziale Medizin & Entwicklungsneurowissenschaften am Universitätsklinikum Dresden. Gerade deshalb sind die Therapie und die Betreuung dieser Patienten oft langwierig und intensiv. „Eine konsequente Umsetzung der Leitlinien in der Behandlung könnte uns helfen, die Therapie zu professionalisieren und erfolgreicher zu machen.“

0,5 bis 1,5 Prozent aller 12 bis 25-Jährigen jungen Menschen leiden an Anorexia nervosa, Mädchen eher als Jungen, Tendenz leicht steigend Und die Dunkelziffer ist noch höher. Meist leben die Betroffenen mehrere Jahre mit der Erkrankung, bis diese erkannt und therapiert wird. So auch bei Caro, die seit vier Jahren mit und gegen die Magersucht kämpft. Mit 14 Jahren hatte die junge Frau damit begonnen, krampfhaft abzunehmen. Erst als sie nur noch 30 Kilogramm wog, nach Monaten des Verzichts auf Essen, wurde in einer Spezialklinik die Diagnose gestellt: Anorexia nervosa. Ein Schicksal, das Caro mit vielen anderen jungen Erwachsenen teilt. Experten schätzen, dass ein Prozent der Bevölkerung zwischen 14 und 25 Jahren betroffen sind. „Eine Essstörung entwickelt sich meist im frühen Jugendalter. Wenn dann beim Erwachsenwerden Probleme in der Pubertät sowie neue Freiheiten aber auch Pflichten der Volljährigkeit dazu kommen, sind die Patienten überfordert“, sagt Dr. Franziska Ritschel, Koordinatorin im „Netzwerk Essstörungen Sachsen“. Das Netzwerk wurde 2016 durch die Kliniken für Psychosomatik und Psychotherapie, für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie die Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften des Uniklinikums Dresden gegründet. „Allein sollten die Betroffenen dann nicht sein. Doch auch die Rückkehr in das Elternhaus ist meist schwierig. Die Eltern fühlen sich meist ohnmächtig, wollen helfen und stoßen dabei an Grenzen“, sagt sie.

Das Netzwerk arbeitet deshalb seit diesem Jahr mit der Produktionsschule Moritzburg zusammen, die eine Wohngruppe für 14 Bewohnerinnen und Bewohner im Alter ab 16 Jahre ohne Altersbegrenzung betreut. Auch Caro hat hier für die Zeit nach der Klinik ein zu Hause gefunden und lernt mit Unterstützung durch Sozialpädagogen und Ernährungsberater den Alltag mit und gegen die Essstörung zu bewältigen. Die Mediziner und Wissenschaftler aus dem Uniklinikum sind mit ihrer Expertise begleitend vor Ort, unterstützen bei den Fallbesprechungen und verfolgen die Entwicklung der Patientinnen und Patienten. Es ist bereits die zweite Wohngruppe, für die eine solche Kooperation besteht. Bereits seit 2012 begleitet das Netzwerk die Arbeit in einer Wohngruppe der drefugio Kinder- und Jugendhilfe Dresden. Dort leben sieben Bewohnerinnen und Bewohner. „Unsere Wohngemeinschaft versteht sich als pädagogische Einrichtung. Der therapeutische Rahmen besteht für uns aus sehr wichtigen Kooperationspartnern, mit denen wir fachliche Standards festgelegt haben sowie dazu weiter darüber im Gespräch sind“, sagt Frank Köhler, Wohngruppenleiter in der Produktionsschule Moritzburg. Mindestens ein Jahr bleiben die Betroffenen in einer der Wohngruppen und lernen, den Alltag selbstständig zu bewältigen. So beginnt Caro mit der Unterstützung der WG-Mitarbeiter im Herbst eine Ausbildung zur Sozialassistentin und macht damit erste Schritte hin zu einem eigenständigen, selbstbestimmten Leben.

Unbehandelt führen Essstörungen oft zu schweren körperlichen Folgen und zum Tod. In den meisten Fällen sterben Betroffene an Herzversagen, Lungenentzündung oder Nierenversagen. Bis dahin können sie aufgrund des Verzichts auf wichtige Nährstoffe, Vitamine und Kalorien an Organversagen, Osteoporose, Mangelerscheinungen, Herz-Rhythmuserkrankungen und Zahnschäden erkranken. Das „Netzwerk Essstörungen Sachsen“ setzt sich für eine Professionalisierung der Behandlung ein. Die Zusammenarbeit mit regionalen Trägern in den Wohngruppen hilft uns dabei, diese Ziele umzusetzen. „Gemeinsam können wir eine leitliniengerechte Versorgung von Patientinnen mit Essstörungen erreichen – das heißt die Therapie und Begleitung der Patientinnen und Patienten ist an den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet“, sagt Prof. Stefan Ehrlich, Leiter des Zentrums für Essstörungen der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie und Leiter des eigenständigen Bereichs für Psychosoziale Medizin & Entwicklungsneurowissenschaften am Universitätsklinikum Dresden.

Kontakt für Journalisten

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften (PSM)
Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik (PSO)
Zentrum für Essstörungen der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie (ZfE)
Dr. Franziska Ritschel
Koordination & Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0351 458 19829
E-Mail: Franziska Ritschel
https://nessa-sachsen.de/

Kinder im Schlankheitswahn-Was hilft gegen Essstörungen? Prof. Ehrlich beim SWR2

posted Dec 16, 2019, 1:25 AM by Stefan Ehrlich   [ updated Dec 16, 2019, 1:26 AM ]

Es diskutieren: Prof. Dr. Stefan Ehrlich, Kinder- und Jugendpsychiater, Technische Universität Dresden Dr. Maya Götz, Medienwissenschaftlerin und Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für Kinder- und Jugendfernsehen IZI, München Marianne Sieler, Leiterin der Anlaufstelle bei Essstörungen ABAS, Stuttgart - eine Sendung des SWR2

6. Netzwerktreffen Essstörungen Sachsen

posted Dec 16, 2019, 1:15 AM by Stefan Ehrlich   [ updated Dec 16, 2019, 1:23 AM ]

Am Mittwoch, den 27.11.2019, fand zum mittlerweile 6. Mal das Netzwerktreffen Essstörungen Sachsen statt. In verschiedenen Workshops gab es zahlreiche Informationen zu Ernährung, Körper- sowie Multifamilientherapie. Einer der Höhepunkte des spannenden Programms war der Vortrag von Richterin Astrid Jaschinski über die "Juristischen Möglichkeiten und Grenzen von Zwangsmaßnahmen in der Behandlung von PatientInnen mit Anorexia nervosa".  

FOCUS-Siegel TOP-Mediziner 2019

posted Dec 16, 2019, 1:04 AM by Stefan Ehrlich

Auszeichnung des Leiters als TOP-Mediziner in Deutschlands renommiertester Ärzteliste: Prof. Dr. Stefan Ehrlich zählt erneut für die Redaktion von FOCUS Gesundheit zu Deutschlands besten Medizinern.

Seit mehr als 20 Jahren veröffentlichen die Magazine FOCUS und FOCUS-GESUNDHEIT Ärztelisten der führenden Mediziner in Deutschland. Auch 2019 zählt der Leiter der Psychosozialen Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften, Herr Prof. Dr. Stefan Ehrlich, wieder zu Deutschlands Spitzenmedizinern und erhielt erneut die begehrte Auszeichnung "TOP-Mediziner" womit er in Deutschlands renommiertester Ärzteliste geführt wird.

Research position (PhD) (f/m)

posted Sep 4, 2018, 2:55 AM by Stefan Ehrlich

The Division of Psychological and Social Medicine and Developmental Neurosciences invites applications for a 

 

Research position (PhD) (f/m)

 

within the Translational Developmental Neuroscience Section with a focus on the biological mechanisms that promote the development and maintenance of anorexia nervosa as assessed by means of neuroimaging techniques (MRT) and other neurobiological as well as neuropsychological data.

 

The focus of this research project is on neuroimaging techniques and neurobiological as well as experimental psychology methods and will be carried out in close collaboration with the the Collaborative Research Centre 940 "Volition and Cognitive Control: Mechanisms, Modulators, and Dysfunctions" (http://www.sfb940.de/) and the Departments of Psychology, Child and Adolescent Psychiatry as well as Neuroradiology.  

The successful applicant will work in a team of young investigators and clinicians who have been conducting various neuroscience projects within the fields of autism, eating disorders and schizophrenia since 2010. He/she will conduct a a subproject within a larger study dedicated to structural and functional brain changes in patients with eating disorders. The project includes the acquisition and analysis of clinical, neuropsychological, endocrine and MRI data as well as writing up and publishing the results. You will also start to supervise interns and medical students working in the project. In addition, the position offers the possibility for further scientific qualification (PhD title) and gaining methodological expertise. For further information please refer to http://www.uniklinikum-dresden.de/psm and www.transdenlab.de.

 

Requirements:

  • Master or Diploma degree in Psychology or Clinical Neurosciences; if you have additional qualifications a degree in Biology, Biomedicine, Medicine, Biophysics, Computer Science or Electrical Engineering may also be sufficient

  • previous experience in research activities within the past years (e.g. publications as first or co-author)

  • previous exposure to cognitive and emotional neurosciences and experience in the analysis of imaging data (e.g. FSL, SPM, FreeSurfer), in computational modeling as well as basic knowledge of computer programming (e.g. Linux/Unix shell scripting, Python or MATLAB) are of advantage but not a precondition

  • very good command of German in order to communicate with non-scientific staff members and patients

  • very good command of English

  • strong organizational skills

     

    Review of applications will begin immediately and will continue until the position is filled. To apply you can use our online portal (https://www.uniklinikum-dresden.de/de/jobs-und-karriere/stellenangebote/wissenschaft/wissenschaftlicher-mitarbeiter-doktorand-w-m-12). The application should include a cover letter detailing professional objectives and interests, CV (with grades and language skills), and the names and email addresses of two references. The application can be written in German or English.

     

    The position is open to qualified international applicants but a good knowledge of German is necessary since the position includes the coordination of an ongoing clinical study. Applicants with a disability will be given preference in the selection process.

     

    We look forward to receiving your application until September 15 2018, online. For further information please contact Prof. Stefan Ehrlich - Tel.: +49-351-458-5214 or by email (psychosoziale.medizin@uniklinikum-dresden.de).

Prof. Dr. Stefan Ehrlich wieder Mitglied der Focus-Ärzteliste 2017

posted Nov 7, 2017, 4:43 AM by Stefan Ehrlich   [ updated Nov 7, 2017, 4:44 AM ]


Prof. Dr. Stefan Ehrlich vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden zählt für die Redaktion von FOCUS-GESUNDHEIT auf der Basis einer unabhängigen Datenerhebung zu Deutschlands Top-Medizinern.

In die Bewertung gingen unter anderem ein: großen Umfragen in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften, wissenschaftliche Publikationen sowie Empfehlungen von Patientenverbänden, Selbsthilfegruppen, Klinikchefs, Oberärzten und niedergelassenen Medizinern.

2. Treffen des Netzwerkes Essstörungen Sachsen & Antrittsvorlesung „Neue neurowissenschaftliche Befunde zu Essstörungen: from bench to bedside“ am 15.03.2017

posted Apr 10, 2017, 2:04 AM by Stefan Ehrlich   [ updated Apr 10, 2017, 2:20 AM ]

Am 15.03.2017 fand das 2. Treffen des Netzwerkes Essstörungen Sachsen und die Antrittsvorlesung „Neue neurowissenschaftliche Befunde zu Essstörungen: from bench to bedside“ von Prof. Dr. med. Stefan Ehrlich statt.

Das Netzwerk Essstörungen Sachsen wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, des Zentrums für Essstörungen der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, des  Bereichs Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften, zahlreichen niedergelassenen Kollegen, der Dresdner Jugendwohngemeinschaft für Patientinnen mit Essstörungen (WG Carla), einer Selbsthilfegruppe und weiteren Akteuren mit dem Ziel gegründet, enger und sektorenübergreifend zusammenzuarbeiten, um so die Verbesserung der Versorgung von PatientInnen mit Essstörungen in Sachsen anzustreben.

Nähere Informationen dazu auf der Webseite des Netzwerkes.


Im Rahmen des Netzwerktreffens fand auch die Antrittsvorlesung von Prof. Dr. med. Stefan Ehrlich statt.

Zur Person von Prof. Dr. med. Stefan Ehrlich: Nachdem er im Jahr 2010 einem Ruf als Professor für Angewandte Entwicklungsneurowissenschaften an die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden folgte und die Leitung des Zentrums für Essstörungen der Klinik übernahm, wurde Prof. Ehrlich am 01. Juni 2016 zum W3-Professor und Leiter des eigenständigen Bereichs Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften berufen.

Damit ist er für die Lehre im Fach Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie verantwortlich. Er leitet weiterhin das Zentrum für Essstörungen und hofft, als erfahrener Kliniker den Studierenden des Fachs Medizin im vorklinischen Abschnitt noch mehr praktische Inhalte nahebringen zu können.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere im Bereich Neuroimaging und fokussieren unter anderem auf Essstörungen (Anorexia nervosa), Autismus sowie Schizophrenie (siehe auch   www.sfb940.de, www.asd-net.de).


Anbei ein paar Impressionen der Veranstaltung.


Stipendium des Else Kröner-Promotionskollegs für medizinische DoktorandInnen

posted Jun 1, 2016, 5:53 AM by Stefan Ehrlich   [ updated Jun 1, 2016, 5:57 AM ]

Der Bereich Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften (Prof. Dr. Stefan Ehrlich) plant in enger Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie ein neues Projekt zu "Predicitive Coding bei Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung", für welches Sie sich noch bis zum 17.06.2016 als Projektmitarbeiter bewerben können. Die Projektstelle richtet sich an Medizin-Doktoranden, die sich auf ein 1-jähriges Stipendium im Rahmen des Else-Kröner Promotionskollegs (https://tu-dresden.de/med/mf/ekp#page-intro-1) bewerben können.


Ziel des Projekts ist die Untersuchung des "predicitive coding" auf Verhaltensebene mithilfe zweier Paradigmen bei Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe. Weitere Details zum Projekt finden Sie hier

 Bei Interesse am Projekt wenden Sie sich bitte an Julius Steding & Dr. Friederike Tam.

Stefan Ehrlich wird Professor für Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneuro-wissenschaften der Medizinischen Fakultät an der TU-Dresden

posted May 30, 2016, 4:40 AM by Stefan Ehrlich   [ updated May 30, 2016, 4:43 AM ]

„Dresden und die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus bieten mir ein perfektes Arbeitsumfeld,
Kooperationspartnerschaften und den wissenschaftlichen Austausch, der für die aktuelle Forschungsarbeit unabdingbar ist“, sagt Professor Stefan Ehrlich. Der Experte für Essstörungen hat in der letzten Zeit Angebote anderer Universitäten abgelehnt und den Ruf auf die Professur (W3) für Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften der Medizinischen Fakultät der TU-Dresden angenommen.

Ganz im Sinne von Kontinuität und Synergien wird er ab dem 1.6.2016 den gleichnamigen eigenständigen Bereich innerhalb des Zentrums für Seelische Gesundheit leiten und zusätzlich weiterhin als Leiter des Zentrums für Essstörungen an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden (UKD) fungieren.

Zu den weiteren Aufgaben des eigenständigen Bereiches Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften gehören neben den Forschungsaktivitäten (siehe unten) die Bereiche Lehre in der Medizinischen Psychologie und Medizinischen Soziologie, Beratung und Begutachtung sowie die studentische Beratung.

Besonders auffällig ist, dass Lehrangebote zu psychosozialen Themen im vorklinischen Abschnitt des Medizinstudiums, wie z.B. zur Arzt-Patient-Interaktion, Krankheitsverarbeitung, psychobiologische Zusammenhänge, Prävention und Gesundheitsförderung in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen. „Sprechende Medizin“ ist ein Schlagwort im Rahmen der aktuellen Gesundheitsdebatte und beschreibt den Anteil der Behandlung von Patienten durch Zuhören, heilende Worte und das richtige Maß an Beziehung. Prof. Ehrlich hat sich vorgenommen, durch eine enge Kooperation mit den Kliniken des Zentrums für Seelische Gesundheit am UKD, schon sehr früh und deutlicher klinische Bezüge herzustellen. Damit hofft er auch seinen Beitrag zu leisten, um dem allgegenwärtigen Ärztemangel entgegenzuwirken. Denn durch die Herstellung dieser klinischen Bezüge kann frühzeitig Interesse bei den Studierenden geweckt werden.

Die Forschungsinteressen von Prof. Ehrlich stimmen mit den wissenschaftlichen Schwerpunkten der Medizinischen Fakultät der TU Dresden überein: „Neurologische und psychiatrische Erkrankungen“ sowie „Imaging und Technologieentwicklung“. Er ist national und international bekannt für seine hochrangigen neurowissenschaftlichen Arbeiten in den Bereichen Essstörungen, Autismus und Schizophrenie. Neben genetischen, neuropsychologischen, neuroendokrinologischen und neurochemischen Methoden hat sich Prof. Ehrlich insbesondere auf die Nutzung der strukturellen und funktionellen Magnetresonanztomografie (MRT) spezialisiert. So konnte er z.B. unlängst zeigen, dass die massiven „Schrumpfungen“ der grauen Hirnsubstanz bei Patientinnen mit Magersucht schon nach ca. 3 Monaten Therapie (und Gewichtszunahme) nicht mehr nachweisbar sind (Neuroimage 2016; 130:214-22; Biol Psychiatry. 2015; 77(7):624-32). Des Weiteren beforscht er die Nutzung von smartphones in der Diagnostik und Therapie.

Prof. Ehrlich ist Teil des SFB940 „Volition und kognitive Kontrolle“, des BMBF-Forschungsnetzwerkes zu Autismus und arbeitet eng vernetzt mit den Kliniken des Zentrums für Seelische Gesundheit, der Fachrichtung Psychologie an der TU Dresden sowie mit Partnern in Rotterdam, Stockholm, London und verschiedenen amerikanischen Universitäten. Forschungsprojekte zur Arzt-Patient-Beziehung, Gesprächsführung und zu Modellen des Krankheitsverständnisses und der Krankheitsbewältigung sollen ebenfalls ausgebaut werden.

Durch den Verbleib von Prof. Ehrlich in Dresden und die Veränderung seiner Tätigkeit sollen Synergieeffekte in der neurowissenschaftliche Forschung besser genutzt und gleichzeitig die Angebote in der Lehre und Krankenversorgung weiter verbessert werden.

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